Sicher ist nur, dass nichts sicher ist. Diesen Satz hast du sicherlich (haha) schon öfter gehört und ihn früher vielleicht als sinnigen Kalenderspruch eingeordnet. Durch Corona, die weltweiten Kriege und Krisen, die wirtschaftliche, politische, demographische Lage, sowie durch die schnelle Veränderungen aufgrund der KI wird dieser Satz Realität und erlebte Erfahrung.
Hier findest du ein paar Gedanken und Impulse, um in unsicheren Zeiten deine Stabilität zu bewahren:
Nimm deine Sorgen und die anderer ernst ohne sie zu dramatisieren.
Teile dich mit: Erzähle FreundInnen wie es dir geht und um was deine Gedankenkreisen? Sprich an, wenn du Probleme hast? Wir denken oft, dass wir die einzigen sind, die so fühlen, “uns so anstellen”. Diese Gedanken bringen dich in eine gefühlte (aber nicht reale) Isolation. Im Gespräch erleben wir, dass es anderen auch so geht. Allein das gibt ein Gefühl der (Selbst-)sicherheit.
Trau dich hinzuschauen: Deine finanziellen Rücklagen werden weniger? Im Job wird schon getuschelt, dass es “euch bald auch treffen kann” oder es wird schon aktiv kommuniziert, dass Stellen abgebaut werden? Du fühlst dich in letzter Zeit energieloser oder bist ständig müde? Schaffe Fakten und Klarheit statt die Augen vor der Realität zu verschließen oder im sinnbildlichen Superman oder Superwomankostüm zu denken: Mir passiert schon nichts! Alles wird gut!
Wir können als Mensch viel beeinflussen, aber - wie wir immer wieder erleben müssen - nicht alles. Das ist ein Weltengesetz, auch wenn du es manches Mal gerne anders hättest. I feel you! Gefühle von Machtlosigkeit und Kontrollverlust machen uns zu schaffen: Wenn du dich in diesem Gefühl ertappst, schaue, wo du aktuell Einfluss hast, als immer wieder mit dem Kopf durch die (gleiche) Wand zu gehen.
Finde deinen ganz persönlichen Umgang mit den Dingen, die du nicht beeinflussen kannst: Findest für die Situationen halt in einer Religion? In deinem sozialem Umfeld? Im Universum? In deiner persönlichen Lebenseinstellung?
Wir alle haben förderliche und hinderliche Bewältigungsmechanismen (Coping-Strategien), um auf “das Leben zu reagieren”. Je entspannter wir sind, desto leichter können wir auf die förderlichen Bewältigungsmechanismen zurückgreifen. Sorge in diesen unsicheren Zeiten immer wieder für Entspannung, Erholung und vor allem auch bewusste Ablenkung - Wann und wie vergisst du die Welt um dich herum am Besten? Ablenkung ist nicht das gleiche wie Vermeidung - Ablenkung hilft uns für einige Zeit die Realität zu vergessen.
Niemand weiß, wie es aktuell auf vielen Ebenen weitergehen wird. Setze dich daher bewusst mit deinen Ressourcen (Alles, was du zur Verfügung hast, um deine Bedürfnisse zu stillen und deinen Alltag aktiv zu gestalten) auseinander: Nimm einen Zettel und schreibe alles auf, was dir gut tut, was deine menschlichen Grundbedürfnisse befriedigt. Denke weit: Deine Wohnung ist eine Ressource, ebenso dein soziales Umfeld, deine Kompetenzen, deine Werte, deine förderlichen Glaubenssätze, deine Hobbys, dein Job, deine Gesundheit, deine Erfahrungen. Fühlst du ein Gefühl der Sicherheit, wenn du auf deine Liste schaust? Super! Lies dir diese in unsicheren Momenten durch! Deine Liste löst Stress aus: Prüfe, was fehlt, damit du dich sicherer fühlst und überlege, wie du die fehlenden Ressourcen in dein Leben holen kannst.
Und zum Schluss möchte ich dir noch folgenden Satz an die Hand geben: Das Ziel ist es nicht, dich nie wieder unsicher zu fühlen (Weil das super anstrengend ist), sondern dich auch in oder mit der Unsicherheit sicher zu fühlen.
Schreib mir hier oder auf Instagram, welcher Tipp dir heute am meisten geholfen hat.
Deine Tania
Coaching und heilsames Sparring in Stuttgart und Online.
van den Bergh Coaching seit 2012
